Damenriegenreise 22./ 23. September 2018

Starke Frauen starke Füsse

 

Wie jedes Jahr führte die Damenriege Volketswil ihre traditionelle Reise im September durch. Entsprechend dem Wetterbericht stellten wir uns auf ein kühles Wochenende ein und packten unseren Rucksack dementsprechend. Auf der Packliste, welche uns die beiden Organisatorinnen zukommen liessen, wurde auch auf das zwingende Mittragen von Regenhose und Regenjacke aufmerksam gemacht sowie kompletter Ersatzgarnitur und zwar bei jedem Wetter. Das Programm blieb wie immer unter Verschluss. Was uns diesmal wohl erwarten würde? Ein leicht mulmiges Gefühl machte sich breit.

 

So nahm uns der Zug mit nach Rüti, wo uns unser Weg als erstes in Bouncelab führte, einer Fabrikhalle mit Dutzenden unterschiedlichen Trampolins. Unsere Füsse vollbrachten manch tollkühne Leistung und wir wagten Sprünge unterschiedlichster Art auch in ein grosses Luftkissen, das uns vollumfänglich verschlang.

 

Nassgeschwitzt und hungrig trugen uns unsere Füsse an ein lauschiges Plätzchen an einem Bach, wo die müden Beine eine Stärkung vertrugen, so dass sie den Fussmarsch nach Jona auf sich nehmen konnten.

 

Auf dem Bächlihof gönnten wir uns Kaffee, Kuchen oder auch ein Eis, welches die Sonne und die damit verbundene Hitze problemlos zuliessen. Bald kamen wir zur Einsicht, dass wir die warme Kleidung wohl eher gegen Sonnenschutzmittel getauscht hätten. Bei traumhaftem Wetter widmeten wir uns der nächsten Aufgabe und bauten vier Vogelscheuchen, die sich wirklich sehen liessen und übrigens am diesjährigen Turnerchränzli zu bestaunen sein werden. Es wäre schade gewesen diesen wunderbaren Platz zu verlassen und so verbrachten wir unplanmässig die herrlich sonnigen Nachmittagsstunden beim Spiele spielen auf dem Hof.

 

Nach kurzem Fussmarsch erreichten wir die Jugendherberge, wobei wir Zimmer mit Seeblick bezogen. Nach einem mehrgängigen Nachtessen liessen wir den Abend bei gemeinsamen Spielen ausklingen und gingen nicht allzu spät ins Bett, denn es wusste keine, welche Kräfte am nächsten Tag noch gebraucht werden würden.

 

 

Ein Wecker war indes auch nicht nötig gewesen, das morgendliche Glockengeläut der nahen Kirche um sechs Uhr sowie eine Horde übermotivierter Jungruderer übernahm diese Aufgabe, so dass alle zwanzig Turnerinnen überpünktlich am üppigen Frühstücksbuffet eintrafen.

 

Kurz vor Mittag erreichten wir die Sonnenterasse Illgau, ein kleines Dörfchen zwischen Muotathal und der Ibergeregg, wo nun unsere Regenschutzausrüstung zum Einsatz kommen sollte. Die Nervosität stieg, schliesslich waren wir noch immer gänzlich im Dunkeln darüber, was uns erwarten würde.

In Kletterausrüstung gekleidet wurde das grosse Geheimnis nun gelüftet und so widmeten wir uns die nächsten drei Stunden dem Bergbachklettern, wobei zumindest tropfnasse Schuhe und Füsse unvermeidbar blieben. Auch die eine oder andere Schramme sowie schmutzige Kleidung waren nicht zu umgehen, was dem Spassfaktor jedoch keinen Abbruch tat. So erreichten alle das Ende des Baches und kehrten zufrieden, aber auch erschöpft und nassgeschwitzt zurück. Auch der Bergführer hatte grosse Freude daran mit uns dieses Abenteuer bestreiten zu dürfen. Turnerinnen sind schliesslich selten zimperlich. Stolz diese Herausforderung gemeistert und den Bachverlauf erklommen zu haben, begaben wir uns auf die Heimreise und waren dankbar, dass unsere Füsse nun nicht mehr strapaziert wurden und stattdessen eine Erholung verdient hatten.

 

Wir hätten nicht gedacht, dass der Wettergott an diesem Wochenende doch noch so gnädig sein würde und waren überrascht, wozu unsere Füsse alles fähig sind.

 

Vielen herzlichen Dank an die beiden Organisatorinnen Martina und Eliane!

 

Jasmin Beck, Damenriege Volketswil